Sven wieder in Freiheit!

Sven ist seit gestern wieder in Freiheit!
Unser Genosse Sven wurde gestern aus 50 tägiger Einzelhaft entlassen. Der Grund für diese Haftstrafe war ein Bewährungswiederuf da Sven einige seiner Auflagen nicht erfüllt hatte.

Am 01. Juni beteiligte er sich an den Gegenakktionen zum von den Nazis inzinierten „Tag der deutschen Zukunft“. Während eines Blockadeversuches der Naziroute wurden ca. 150 Genossen unter denen sich auch Sven befand von der dort eingesetzten Polizei gekesselt. Nach einem nervenkitzelnden Ablauf von massiver Polizeigewalt (Pfefferspray, Beleidigungen, Faustschläge, Schlägstöcke…) entschied sich die Polizei nun Einzelpersonen nach ausgiebiger Personal- und Taschenkontrolle aus dem Kessel zu entlassen. Während der Personalkontrolle wurde festgestellt das gegen Sven ein Haftbefehl vorlag. Anschließend konnten einige Genossen beobachten wie die für Sven’s Personalkontrolle eingestzten BFE-Einheiten anfingen Sven zu provozieren und unter Druck zu setzen. Der Höhepunkt der Provokationen war erreicht als die Beamten (unter anderem auch eingesetzter Verfassungsschutz) ihm mehrmals die Mütze vom Kopf rissen und ihn mehrmals anrempelten.

Auf der Wache wurde Sven der Grund für seine Festnahme nicht genannt und das von ihm geforderte Telefonat verweigert. Außerdem äußerten sich Polizeibeamte Sven gegenüber mit „Du bist doch der größte Nazi der hier rumläuft“ und „Schwuchtel“. Erst in der JVA wurde ihm der Grund seiner Festnahme genannt, auch ein Telefonat wurde genehmigt.

Sven und die RAZ (Revolutionäre Aktionszellen)…?!
Am nächsten Tag (02.Juni) wurde Sven von zwei vermutlichen Verfassungsschützern dem Haftrichter vorgeführt. Auf der Fahrt versuchten diese beiden Beamten Sven einzuschüchtern und brachten ihn willkürlicher Weise mit der RAZ (Revolutionäre Aktionszellen) in Verbindung. Sie verlangten immer wieder Namen, Daten und Fakten von ihm. Zu diesen Anschuldigungen und Anquatschversuchen schwieg Sven, worauf die Beamten mit „Dann bleibst du halt ewig hinter Gittern“ antworteten und versuchten ihn erneut einzuschüchtern. Diese Erreignisse zeigen wieder wie der Verfassungschutz immer wieder versucht uns Angst einzujagen oder einzuschüchtern um an Informationen zu kommen. Sven hielt Stand und machte keine Aussagen.

Unsere Solidarität…
Wir freuen uns Sven wieder in unseren Reihen zu haben. Sven und Wir bedanken uns bei allen die in Gedanken bei ihm waren und sich Solidarisch mit ihm gezeigt haben.
Einen Finger könn‘ sie brechen, 5 Finger sind ne‘ Faust!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Linke Strukturen mit allen Mitteln verteidigen!
Für den Kommunismus!

Außerdem wollen wir nochmals darauf Aufmerksam machen keine Aussagen bei der Polizei zu tätigen und sich auch nicht dazu hinreißen zu lassen. Besteht auf euren Anruf und meldet euch bei der Roten Hilfe, dem geschalteten EA oder eurem Anwalt_in.

Deniz K. endlich frei!

Hier die Stellungnahme von Young Struggle Nürnberg bezüglich der Freilassung.

Am Freitag, den 05.07.13 wurde unser Genosse Deniz K. nach fast 15 Monaten aus der Untersuchungshaft in der JVA Nürnberg entlassen. Zunächst auf 2,5 Jahre Knast verurteilt wurde jedoch dem Revisionsantrag der beiden Anwälte von Deniz stattgegeben.
Die GenossInnen von „Rebell“ fragten Deniz bei einem kurzen Interview am Samstag:

Wie war die Zeit für Dich im Gefängnis?

Deniz K: „Die Zeit dort war natürlich schwer. Aber durch die viele Solidarität, die ich bekommen habe, zum Beispiel die vielen Briefe, Bilder oder von Aktionen, die ich mitbekommen habe, wurde das Leben dort einfacher. Wenn ich das mit anderen Gefangenen vergleiche, war es doch anders für mich, da ich Unterstützung von außen hatte. Wenn wir unsere Leute in den Gefängnissen nicht unterstützen, gehen sie dort auch kaputt. Das ist sowohl emotional aber auch politisch unbedingt notwendig die Leute zu unterstützen. Ich möchte mich auch bei allen für die Solidarität bedanken. Es ist wichtig, dass wir jetzt weiter machen. Ich werde auch weiter gegen Faschismus und den Kapitalismus aktiv sein. Wir dürfen uns von diesen Repressionen nicht einschüchtern lassen. Das ist ja auch das Ziel des Ganzen: Dass, wenn man einen einschüchtert, dann viele schweigen oder Angst haben. Aber das sollten wir umdrehen, weiter kämpfen und die Angst in Stärke verwandeln.“

Ein Young Struggle Genosse aus Nürnberg dazu:
Wir freuen uns Deniz wieder in unseren Reihen zu haben. Deniz hat unsere Erwartungen erfüllt und sich nicht von Knast und Repressionen einschüchtern oder gar brechen lassen.
Dennoch sind noch viele weitere unserer GenossInnen in den Knästen Europas, der Türkei und in Nordkurdistan in Haft. Die Gefangenen in den Knästen und uns „hier draußen“ verbindet der gemeinsame Kampf und eine Sturheit diesen Weg bis zum Ende zu gehen, der seinesgleichen sucht. Trotz Folter und Mord, trotz all der Repressionen. Jedes der Angriffe ob von staatlicher oder anderer Seite hat uns bisher nur stärker gemacht. Diese Erfahrung haben wir in der Vergangenheit gemacht und machen sie auch heute in der Gegenwart noch.
Der Prozess gegen Deniz war nicht das erste gegen eines unserer Aktivisten und wird mit Sicherheit auch nicht der letzte gewesen sein. Aktuell laufen groß angelegte Operationen durch Erdogans AKP Regierung gegen unsere Schwesterorganisation in der Türkei. Wir werden uns auch hiervon nicht einschüchtern lassen.
Bei uns sagt man dazu: „Umut dimdik ayakta“ und genauso machen wir weiter. Voller Hoffnung und Kampfgeist.
Für den Kommunismus!“

Ein solches Klassenbewusstsein und Durchhaltevermögen sollte Ansporn und Antrieb für uns alle sein – Rotfront ! Solidarität mit den politischen Gefangen weltweit !

Free Sven – Freiheit für unseren Genossen

Auf einer Gegendemonstration zum von den Nazis durchgeführten „Tag der deutschen Zukunft“ wurde unser Genosse mit vielen anderen willkürlich in Gewahrsam genommen. Bei dieser von den BFE-Einheiten durchgeführten Maßnahmen stellte sich heraus das Sven scheinbar einen Haftbefehl mit politischen Hintergrund hat, da auch der VS bei der Festnahme im Sinne von reden und anfassen mitmischte. Derzeit ist uns der Grund für diesen Haftbefehl aber unbekannt. Anwälte stehen für unseren Genossen bereit. Aber der Feind unserer Klasse gibt uns keine Auskunft über den Aufenthaltsort von Sven aus und verschweigt dem für Samstag gestellten EA Informationen über eine immernoch mögliche Entlassung am Samstag Abend. Nach der Polizei sind die Genossen aus der GESA am Abend des 1.Juni alle entlassen worden. Nur keine Spur von Sven…!
Wir fordern eine sofortige Stellungnahme der Polizei zu diesem Vorfall.

Wir werden uns von den Reaktionären nicht einschüchtern lassen.
Wir sind eine Klasse und halten zusammen.
Hoch die internationale Solidarität.

Nazis sollen am 1. Juni durch Gewerbegebiet laufen – Anderen Routen wurde nicht stattgegeben

Die Nazis sind mit ihrer Klage gegen die zugewiesene Wegstrecke vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg gescheitert. Sie müssen jetzt nur noch vom Bahnhof durch ein Gewerbegebiet laufen. Auch eine Alternativstrecke durch das benachbarte Fallersleben wurde abgeleht. Die Nazis haben keine Möglichkeit mehr, gegen diese Entscheidung weitere Rechtsmittel
einzulegen, da es sich um ein Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz handelte.

Nun müssen die weiteren Entwicklungen beobachtet werden. Die antifaschistische Kampagne “Keine Zukunft für Nazis!” ist auf verschiedene Szenarien am 1. Juni vorbereitet und ruft zur Blockade des Naziaufmarsches auf!

Blockadetreffpunkt ist um 10 Uhr an der Hauptkundgebung auf dem “Tryp-Parkplatz” an der Heinrich-Nordhoff-Straße (grenzt an den Bahnhofsvorplatz)

KARTE ZUM 1.JUNI HIER

Glinde neu einkleiden!

Keine Zukunft für Nazis – Naziläden dichtmachen

Seit dem 16.9.2011 gibt es in Glinde (in direkter Umgebung Hamburgs) den Nazi-Laden „Tonsberg“. Dieses Geschäft verkauft ausschließlich die in der rechten Szene weit verbreitete Klamotten Marke „Thor Steinar“ und dient somit als Anlaufstelle für Faschisten*Innen aus der Region. Dabei geht es nicht nur um den Verkauf der Kleidung, sondern auch darum rechtsextreme Strukturen zu organisieren und rassistische Ideologien zu verharmlosen. Es wird versucht einen nationalistischen Lifestyle zu etablieren und dadurch Menschen an die rechte Szene heran zu führen. Wer dort einkauft unterstützt bewusst oder auch unbewusst Neonazis. Seit Eröffnung haben sich Glinder*Innen organisiert und aktiv Widerstand geleistet. Um über den Laden zu Informieren und ihrer Forderung, den Laden zu schließen, Nachdruck zu verleihen, veranstalten sie seit über einem Jahr täglich Mahnwachen. Diese Antifaschisten*Innen wollen wir durch eine Demo unterstützen und gemeinsam lautstark für die Schließung des Thor-Steinar Ladens demonstrieren Anschließend wird es eine Kundgebung mit musikalischer Untermalung geben. Rassismus und Faschismus darf kein Raum gegeben werden, weder in Glinde noch anderswo.